Frankreich 2012, Cote d Azur, Gruissan, Elsass

Frankreich 2012

(06.09.-23.09.)

Samnaun, Montgenevre, Grimaud, Gruissan, Elsass, Vogesen

Teil 1

Von Kiel bis nach Montgenevre

Frankreich oder Kroatien...Frankreich oder Kroatien...Frankreich oder Kroatien...Frankreich oder Kroatien...oder doch etwas ganz anderes:

Da war es wieder einmal, unser Luxusproblem!

Die Entscheidung fiel wieder einmal auf Frankreich, obwohl Kroatien dieses Mal ganz dicht dran war...um es vorwegzunehmen, es war wiederum ein grandioser Urlaub...allerdings ist da dennoch ein Wermutstropfen, wenn wir diese Reise in Bezug auf unseren vierbeinigen Begleiter beleuchten.

Billy hatte sich...wohl im Elsass...einen Auwaldzeckenbiss eingefangen, die ihm eine Babesiose bescherte, an der er fast eingegangen wäre. Genaueres habe ich unter Vorsicht Zecken! eingestellt. Ich möchte mit diesem Bericht die Sinne für diese Krankheit(en) wecken, damit Euch unsere bisherigen Erlebnisse erspart bleiben.

Dieses soll es jetzt aber mit den Krankheiten gewesen sein...obwohl, eines hätte ich da noch. Auf unserer Fahrt durch den Gorges du Tarn machten wir in der Ortschaft Sainte Enimie eine Rast und ließen dort auch unseren Hund im Tarn baden...bis uns ein deutscher Wohnmobilist darauf hinwies, dass dieses gefährlich und verboten sei. Tatsächlich existierte am Eingang zum Parkplatz ein behördlicher Aushang mit dem Badeverbot. Erst hier in Kiel habe ich herausgefunden, dass wohl giftige Algen dafür verantwortlich sein sollen, die sich vor allem bei Hitze im stehenden Wasser bilden können. Da der Tarn im Sommer nicht unbedingt ein reißender Fluss ist und so über viele stehende bzw. ruhig dahinfließende Stellen verfügt, dürften sich dort die Algen bilden. Näheres dazu habe ich allerdings nicht gefunden...es bleibt einfach nur ein komisch Gefühl...zumal ich von keinem Badeverbot für Menschen gelesen/gehört hatte, aber dennoch viele Badende und vor allem Kinder, gesehen habe.

So, dies waren...bis auf einen kleinen Unfall an der Cote d´Azur (...wir haben den Außenspiegel eines ukrainischen VW Busses rasiert)...alle Unannehmlichkeiten, die wir auf unserer Reise erfuhren. Ansonsten verbrachten wir wieder einmal drei herrliche, ruhige Wochen in/mit unserem Womo, da wir das Glück haben außerhalb der Saison reisen zu können. Das Wetter spielte...bis auf unsere Engadindurchfahrt und der Bergwelt um Sestriere herum mit und verwöhnte uns mit angenehmen Spätsommerwetter. Durch unseren Sommer hier in Kiel waren wir wahrlich nicht verwöhnt, was die Sonnenstunden anging...umso mehr genossen wir das Strandleben an der Cote d´Azur und vor allem in unserem Gruissan auf dem dortigen CP in Ayguades http://www.camping-soleil-mer.com 

Nachdem wir herrliche Strandtage verbrachten zog es uns durch die beeindruckende Tarnschlucht und der Auvergne wieder nordwärts...eigentlich sind diese beiden Zwischenziele allein einen Urlaub wert...so schön ist es dort...aber es gibt immer wieder Steigerungen bzw. es gibt einfach zuviel Schönes zu bestaunen, so dass wir auch ganz hingerissen waren vom Elsass und den Vogesen. Ganz unverhofft stießen wir am Rande der Vogesen auf eine der schönsten Ortschaften, die wir bislang bereisen durften: Bergheim. Überall Fachwerk und Blumen, Blumen, Blumen...

In Bergheim fingen wir uns eine Überdosis an Fachwerkbauten ein...die so enstandene Sucht befriedigten wir in dem Kurort Bad Sooden-Allendorf. Der Ort verfügt über einen großzügigen Stellplatz, der in unmittelbarer Nähe zur Stadt sowie zur Therme liegt und sicherlich nicht ganz so unbekannt in der Womo-Szene ist, da er abends fast voll belegt war...und dieses bei über 100 Stellplätzen.

Die diesjährige Urlaubstour hatten wir bis auf den letzten Tag ausgereizt, da zum Ende der Fahrt ein absolutes Highlight auf uns lauerte: Ein Coldplay Konzert in der AWD-Arena Hannover. Ein grandioses Ereignis, bei dem ich des öfteren dachte, dass die Arena dieses Spektakel nicht überstehen würde, da die Band nicht nur musikalisch ein phantastisches Feuerwerk abbrannte.

So kamen wir am Sonntag glückselig in Kiel an und durften dann montags wieder den Alltag genießen...ein paar Tage der Regeneration, des Aufräumens, Kleiderwaschen, etc., die wir üblicherweise einlegen, haben da schon gefehlt...wie anfangs schon geschrieben: da war es wieder...unser Luxusproblem.

 

Nachfolgend möchte ich Euch unsere Reiseroute in Wort und Bild vorstellen, für die wir 4.200 km benötigten: Kiel - Bad Elster - Samnaun - Colico - Montgenevre - Castellane - Grimaud - Gruissan - Naussac - Roanne - Bergheim - Bad Sooden-Allendorf - Hannover - Kiel

Sommer2012
Große Auswahl an Weltkarten auf stepmap.de

 

 

...unseren ersten Halt legten wir in dem schönen Kurort Bad Elster ein, wo wir eine sehr gute Freundin besuchten. Der Ort liegt in unmittelbarer Nähe zur tschechischen Grenze im Dreiländereck zwischen Böhmen, Bayern und Sachsen und stellt einen SP zur Verfügung, der direkt, an dem Parkhaus zur Therme liegt. Irgendwie ein nicht ganz so glücklicher Standort, da es in dem Ort wesentlich beschaulichere Plätze gegeben hätte. In dem Ort selbst dreht sich alles um das Kuren, Thermen und dieses im Namen von König Albert...dem König Albert-Bad, dem König Albert-Theater, dem König Albert-Kurhaus...irgendwie ist hier alles König Albert...Wer ist das eigentlich???

 

 

 

 

 

 

 

 

...nach einer etwas längeren Fahrt...die wir für zwei Tage bei Didi und Christine in Kaufbeuren bei "All inklusive" unterbrachen...zog es uns in das Schmugglerparadies Samnaun. Samnaun gehört zur Schweiz und ist ein Zollausschlussgebiet. Das Zollausschlussgebiet liegt zwar innerhalb des Staatsgebietes der Schweiz, jedoch aus historisch abgeleiteten geografischen Gründen ausserhalb der Zollgrenzen. Sie waren bis zum Bau einer Strasse, die rein über schweizerisches Territorium führt, nur über österreichisches Gebiet erreichbar. Die Lieferanten müssen die Ware bei der Einfuhr nach Samnaun nicht verzollen und können diese entsprechend günstiger an die einheimischen Wiederverkäufer...und somit u.a. auch an uns Mobilisten... weitergeben. Der Einkauf in Samnaun lohnt sich vor allem für Benzin, Zigarren, hochwertige Spirituosen, Kosmetik, Schmuck, Parfüm und... ...Zucker, welches in riesigen Gebinden angeboten wurde

 

 

...überrall sind gepflegte Geschäfte und Diskos...

 

 

...in diesem Örtchen möchte man wirklich nur unser Bestes...wir haben selten einen so schön verpackten Kommerz gesehen

 

...neben Geschäftshäusern besteht die andere Hälfte der Gebäude aus schönen, nett hergerichteten Hotels und Restaurants

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...hier nun die berühmte Schmuggleralm in Samnaun. Samnaun gehört, wie das auf der anderen Bergseite liegende österreichische Ischgl, zu einem zusammenhängenden Skigebiet und wird im Winter zum Einkauf mit zollfreier Ware per Ski angefahren. Leider halten sich bei der Rückkehr nach Österreich nicht alle Skifahrer an die gesetzlichen Freigrenzen und bringen halt ein wenig mehr an Schnaps, Zigaretten, Schmuck, etc. mit und werden anschließend dann "Opfer" der österreichischen Zöllner, die an den Liftanlagen auf ihre zahlreichen Opfer lauern...

 

 

 

 

 

 

...hier haben wir den Stellplatz in Samnaun, der ein wenig unterhalb des Dorfes liegt. Ruhiger SP mit einem herrlichen Ausblick über das Tal

 

 

...nachdem wir das Schmugglerparadies...auch ein wenig überladen...verlassen hatten, führte uns der Weg durch das Engadin weiter in südliche Richtung

 

 

 

 

...leider verschlechterte sich das Wetter zusehens, von daher fehlen die weiteren Bilder des Engadin u.a. auch welche aus St.Moritz...irgendwie Schade!

 

 

...kaum hatte wir die Schweiz verlassen, hörte der Regen auf und wir setzten unsere Fahrt an den Lago di Como fort. Unser Lager schlugen wir in Colico auf. Der gut ausgestattete SP liegt direkt am See in unmittelbarer Nähe zu einer sehr zu empfehlenden Pizzeria.

 

 

...eine Wartestelle für den öffentlichen Personennahverkehr, der hier mit Fährschiffen durchgeführt wird

 

 

...im Hintergrund der Marina von Colico sind noch die Reste der schweizerischen Regenfront zu erahnen

 

 

...irgendwie typisch Bella Italia

 

 

...der nächste Morgen erwartete uns zwar nicht mit Sonnenschein, aber es war trocken und angenehm warm

 

 

 

 

...bizarre Lichtspiele am Horizont des Lago di Como..das Wetter besserte sich ebenfalls, so dass die Bootsbesatzung ihre Sonnenschirme aufspannten...

 

 

 

....irgendwie eine ganz besondere Stimmung

 

 

...von Colico aus führte uns die Reise durch die Bergwelt um Sestriere herum, in das direkt an der ital./franz. Grenze liegende Montgenevre. Leider regnete es auf dieser Bergfahrt, so dass wir gar nicht erst versucht haben irgendwelche Aufnahmen zu machen. Montgenevre selbst besitzt einen direkt am Ortseingang gelegenen Stellplatz mit über 200 terassenförmig angelegten Plätzen!!! Fast alle verfügen über einen Stromanschluß. Das Frischwasser, die Entsorgung und die Spülbecken befinden sich in einer beheizten Holzhütte mitten auf dem Platz.

 

 

 

 

 

 

...der Stellplatz liegt in unmittelbarer Nähe zu den Liften, die einen...natürlich im Winter...direkt in das Skigebiet transportieren

 

 

 

 

...bislang hatte ich noch nie einen so großen und gut ausgestatteten Stellplatz gesehen...

 

 

Montgenevre liegt am Pilgerweg von Rom nach Santiago de Compostela...man müßte lediglich noch 2.010 km wandern und schon hätte man sein Ziel erreicht...

 

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