Schweden 2014

Ein Sommer in Schweden 2014...

 

 

...in diesem Sommer sollte es...auch mit Rücksicht auf unseren letztendlich im Oktober verstorbenen Vierbeiner Billy...nicht ganz so weit gehen, von daher dachten wir auch nur ganz kurz nach wohin es gehen sollte: Nach Schweden!!!!

Obwohl Skandinavien für uns eines der näheren Ziele darstellt, ist es von uns bislang skrupellos vernachlässigt worden. Warum eigentlich??? Wahrscheinlich lag es auch immer wieder an dem wechselhaften Sommerwetter hier oben im Norden, so dass wir eigentlich immer eine Sonnengarantie haben wollten, die wir üblicherweise im Süden von Europa fanden.

In diesem Sommer stellte sich das Wetter grundlegend anders dar...im Süden hat es verhältnismäßig viel geregnet und hier oben im Norden fanden sich die Sonnenhochs ein. Bis auf zwei Wochen im August haben wir hier einen außergewöhnlich heißen und trockenen Sommer gehabt, den wir selbstverständlich so auch in Schweden vorgefunden haben. 

Unsere Reisezeit im Juli betrug zwei Wochen, die wir größtenteils bei bestem Sommerwetter verbringen durften. Neben hohen Lufttemperaturen fanden wir auch eine warme Ostsee, sowohl an der Westseite um Göteborg herum, wie auch an der Ostseite unterhalb von Stockholm vor.

Wir haben zwar in Kiel selbst eine Fährverbindung der Stena Line nach Göteborg, diese ist aber um ein vielfaches teurer, als die Fährverbindung der Stena Line von Dänemark (Frederikshavn) aus...es ist ja auch ein ganzes Stückchen näher dran und wir mußten halt nur Vierhundert Kilometer Autobahn fressen, um zu unserem Schiff zu gelangen. Aber dieses ist alles kein Problem, da man halt zum Abend hin zur Fähre fährt, dort am Anleger übernachtet und dann frühmorgens mit dem Schiff nach Göteborg fährt. Die Kieler Stena-Fähre fährt abends um 19 Uhr ab und ist am nächsten Tag gegen 9 Uhr in Göteborg...wir hielten es ähnlich und sind gegen 17 Uhr in Kiel aufgebrochen, haben am Anleger geschlafen und sind am nächsten Morgen 3 1/2 Stunden nach Göteborg gefahren. Letztendlich haben wir kurz nach der Kieler Fähre den Hafen von Göteborg erreicht. 

Von Göteborg trieb es uns nördlich die Schärenküste hinauf, um dann von dort aus in Richtung Landesinnere, den Großen Seen Vänern-und Vättersee zu gelangen. Entlang des Göta-Kanals ging es dann auf die Ostseite Schwedens in den Schärengarten südlich von Stockholm. Die Rückfahrt führte dann wieder südlich am Vätternsee vorbei über das Schloss Mölndal zurück nach Göteborg. Näheres zu den einzelnen Etappen in dem folgenden Bericht. Insgesamt haben wir kurz über 2.200 km für die gesamte Fahrt benötigt, wovon allein 800 km für die Fahrt von Kiel nach Frederikshavn und zurück enthalten sind.

schweden2014
Landkarte von stepmap.de

StepMap schweden2014


 

Nachfolgend möchte ich Euch die obige Reise in Wort und vor allem Bild vorstellen.

Von Kiel aus sind wir 400 km nach Frederikshavn gefahren und haben uns am dortigen Fähranleger zur Nacht begeben. Tagsdrauf haben wir ausgeschlafen auf der Stena Fähre eingecheckt und sind bei bestem Wetter in Richtung Göteborg aufgebrochen. An Bord der Fähre haben wir uns das sehr zu empfehlende, reichhaltige Frühstücksbufett gegönnt und unsere eh vorhandenen Bierreserven nochmals mit Duty Free Ware aufgebessert.

Unseren Übernachtungsplatz haben wir uns mit Lkw´s und weiteren Mobilisten direkt am Fähranleger geteilt. Nicht die tollste Umgebung, aber als reiner Übernachtungsplatz absolut zu empfehlen.

 

...kurz nach dem Aufstehen haben wir uns eingereiht, um die Fähre nach Schweden zu entern...

 

Da lag sie nun die Stena-Fähre und wartete darauf von uns in Besitz genommen zu werden...

 

...Schiff Ahoi...die Ostsee und das Wetter präsentierten sich absolut ruhig und sommerlich...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Genau in dieses Land wollen wir: Schweden!!!!!

 

...und so ganz allmälich kam die schwedische Schärenküste in Sicht. Die Schären sind oftmals sehr kleine, unbewohnte karge Inseln aus Stein, die nach der letzten Eiszeit entstanden.

 

 

 

 

 

 

 

 

...da lag unser Zielhafen Göteborg mit seiner imponierenden Älvsborgbrücke nun direkt vor uns...

 

Die 933 m lange Straßenbrücke Älvsborgsbron hängt an zwei 107 m hohen Pylonen mit einer Durchfahrtshöhe von 45 m, die wir auch locker benötigten...viel Platz nach oben hatten wir bei der Durchfahrt nicht mehr...jedenfalls sah dieses so aus...

 

...hier lag unsere aus Kiel kommende Stena Fähre, die kurz vor uns hier eingelaufen war...

 

 

...von Göteborg aus ging es in nördliche Richtung über die Tjörnbron

 

...zu dem direkt an der Schärenküste befindliche CP Smögens Camping nach Kungshamn. Wir hatten nicht reserviert, von daher trafen wir zuvor auf viele volle CP´s, die keine Mobile mehr aufnehmen konnten. Es war halt Hauptreisezeit und neben den Schweden hatten auch die Norweger Ferien, die zuhauf die Küste bevölkerten. Letztendlich waren wir froh hier noch einen Platz erhalten zu haben. Für eine längere Standzeit wäre uns dieser Platz zu hektisch, aber für unsere zwei Übernachtungen ging es es...

 

...volle CP´s die gesamte Küste über...

 

 

 

 

 

...die Möwe schaute interessiert dem Treiben auf dem Platz zu

 

 

 

 

 

....typische Ferienhäuschenanlage in den Schären

 

...nachdem wir die Schärenküste oberhalb von Göteborg inspiziert hatten entschlossen wir uns dem dortigen Trubel zu entfliehen und ins Landesinnere in die Nähe des Vänersee zu verholen. Auf der Fahrt dorthin kamen wir an Bilderbuchlandschaften vorbei und landeten letztendlich in Bengtsfors auf dem dortigen CP.

 

 

Der CP liegt direkt an einem See mit einer eigenen Badebucht und verfügt über saubere Sanitäranlagen. Über einen Rad-Fußweg ist die Ortschaft Bengtsfors in wenigen Minuten erreicht. Der Platz eignet sich hervorragend als Ausgangspunkt für Angler, Paddler, Radfahrer und natürlich Wanderer. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...Badefreuden pur, warmes, sauberes Wasser und eine Sprunganlage, die fleissig genutzt wurde

 

Bengtsfors liegt direkt am 250 km langen Dalslandkanal, der vom Vänernsee aus hinauf bis nach Norwegen führt. Von dem 250 schiffbaren Kilometern sind lediglich 12 km erbaut oder in den Fels gesprengt worden. Ein El Dorado für Wassersportler jeglicher Art. Wir wählten von Bengtsfors aus eine Dampferfahrt mit dem über 100 jährigen Passagierschiff Storholmen nach Haverud. Von dort aus geht die Rückfahrt direkt an den Seen zurück nach Bengtsfors. Eine wirklich zu empfehlende Schifffahrt, die durch verschiedene Seen, Schleusen, engen Kanalpassagen und letztendlich über den Aquädukt von Haverud führt.

Die Storholmen befährt den Dalslandkanal seit über 70 Jahren

 

 

 

 

 

...immer wieder geht diese Fahrt in enge Kanalpassagen über

 

...eine von etlichen Schleusen, die dafür sorgen, dass ein Höhenunterschied von 66 m ausgeglichen wird

 

 

 

 

 

 

...wie gehabt, weite Seepassagen wechseln sich mit engen Kanalstücken ab, so dass Langeweile wirklich nicht aufkommen kann...

 

...schmucke, sehenswerte Schleusenwärterhäuschen säumen die Strecke

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...überall auf dem Kanal anzufindende Paddler, die hier ein ruhiges, abwechslungreiches Revier vorfinden

 

...an den Ufern befinden sich schöne Ferienhäuser, die sich nicht störend in die Natur einbinden...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...an der Einfahrt zum Aquädukt von Haverud

 

...die beiden Konstrukteure des Dalslandkanales

 

...oben eine Eisenbahnbrücke, unten eine Wasserstraße

 

...dann ist es vollbracht, die Storholmen an ihrem Liegeplatz in Haverud

 

...und mit diesem Fortbewegungsmittel ging es zurück nach Bengtsfors...immer entlang  dem Kanalufer

 

...von Bengtsfors aus machten wir uns auf dem Weg zum größten See in Schweden, dem Vänern See und wählten dort den Stellplatz in Amal. Neben den russischen Ladoga-und Onegasee ist der Vänern der drittgrößte See in Europa. Der Stellplatz von Amal liegt direkt an der Hafeneinfahrt, von daher hat man durchweg etwas zu beobachten...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...Blick vom Stellplatz auf den Hafen von Amal

 

 

 

 

 

 

 

...auf der gegenüberliegenden Seeseite von Amal gelangt man zur Ortschaft Sjötorp. In Sjötorp existiert ein gut besuchter Stellplatz direkt an der Schleuse zum Göta Kanal. Der Kanal hat eine Länge von 190 km und geht u.a. auch durch den zweitgrößten schwedischen See dem Vättern bis an die Ostseeküste bei Söderköping...

 

 

 

 

 

...der Göta-Kanal...ideal zum Wandern, Radfahren, Angeln...

 

 

 

...schmuckes Schleusenwärterhäuschen am Göta-Kanal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...weiter geht es von Sjötorp aus in Richtung Stockholm bzw. der darunterliegenden Schärenküste...immer und immer wieder stößt man auf die atemberaubende schwedische Natur, einfach nur schön

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...unseren nächsten Stellplatz fanden wir an der Marina Stegeborgs Hamn. In der Nähe der Schlossruine existieren absolut saubere Sanitäranlagen sowie ein schönes kleines Restaurant...hier der Stellplatz...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fähre an der Marina Stegeborgs Hamn...

 

...von Stegeborg Hamn aus startet u.a. die 1931 gebaute M/S Diana zu Göta-Kanal Fahrten

 

 

 

 

...von Stegeborg aus führte unsere Reise an die Schärenküste unterhalb von Norrköping zum CP Kust Camp in Ekön. Ein toller, sauberer CP, der mit eigenem "Strand"...Schärensteinen aufwartet und daneben Boote und Kajaks im Verleih hat...sehr zu empfehlen...

 

...auf dem CP Kust Camp

 

 

 

 

 

...der CP Kust Camp liegt inmitten der beeindruckenden Schärenlandschaft..

 

 

 

 

...hier der "Strand" des CP...die Felsen sind alle durch die letzte Eiszeit glattgeschliffen, so dass es kein Problem ist sich darauf zu legen...ähnlich wie in Kroatien, wo ein Sandstrand auch etwas rares darstellt...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...die Schärenwelt ist ein El Dorado für Wassersportler und so wollten wir dem nicht entgegenstehen und haben uns auf dem CP ein 15 PS Motorboot ausgeliehen mit dem wir durch die Schärenwelt cruisten...ein Heidenspaß, den man sich gönnen sollte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...hiermit überwachen die Schweden den Schiffsverkehr in den Schärengewässern...ähnlich wie unsere österreichischen Freunde legen sie sich mit Radarpistolen auf die Lauer und erlegen dabei den einen oder anderen Raser auf dem Wasser...

 

...oh nein, jetzt geht es schon wieder heimwärts...auf dem Weg zu unserer Fähre in Göteborg machten wir Station auf dem guten und sauberen CP Skottek in Ulricehamn am See Asunden. Zum CP gehören einige Ferienhäuschen, daneben eine gepflegte Badestelle sowie Fahrrad-und Bootsverleih...

 

...CP Skottek in der Nähe von Ulricehamn

 

 

 

 

...am See Alsunden in Ulricehamn

 

 

 

 

...Abendstimmung am Alsunden

 

...unsere letzte Übernachtung in Schweden, der Stellplatz in der Nähe des Schlosses Gunnebo in Mölndal

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...Schloss Gunnebo in Mölndal

 

...und dann kam was kommen mußte...der Abschied von Schweden. Unsere Stena Fähre nach Dänemark erreichte pünktlich Göteborg und so waren es nur noch wenige Minuten, bis es dann wieder auf die Rückreise ging...

 

 

 

 

...auf ging es also...Tschüß Schweden!!!

 

...nochmals vorbei an dem regen Schiffsverkehr in den Schären vor Göteborg...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

...ein sagenhaft schöner, warmer Schwedenurlaub ging hier zu Ende. Wir haben durchweg nur gute Erinnerungen an diesen Urlaub...auch wenn dieser der letzte mit unserem Vierbeiner Billy war... und werden sicherlich einen zweiten Versuch wagen dieses imponierende Land zu bereisen...

 

-E N D E-

 

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